Die Blaue Königin (Erik Kellen)

Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform;
Seiten: 272
ISBN: 978-1511591553

Worum geht es?
Über die Magie von Geschichten und die Macht der Liebe. Dawn ist eine ziemlich coole Verlagsmanagerin aus New York, die dem irischen Schriftsteller Ulysses C. Darkwater Feuer machen soll - sein neuer Roman ist seit Monaten überfällig. Als sie auf Achill Island eintrifft, geschieht Unerwartetes: Der Autor zieht Dawn in seinen ganz eigenen, dunklen Bann. Um den Roman noch zu retten, nimmt sie die Rolle der weiblichen Hauptfigur an und verwandelt sich in die blaue Königin. Sie taucht ein in eine Welt der Sinnlichkeit, der Phantasie und Begierden.

Meine Meinung
Ich kann eigentlich gar nicht so wirklich ausdrücken, was dieses Buch mit mir gemacht hat. Es war verwirrend, zum Kopfschütteln,aber auch überraschend gut und spannend.

Dawn ist eine "eiskalte" Karrierefrau, die ziemlich blauäugig an die Sache rangeht. Sie kennt die Bücher des Autors nicht ist sich aber sicher, ih  dazu bewegen zu können, die Reihe zu beenden, damit endlich veröffentlicht werden kann.

Darkwater spiegelt einen Autoren wieder, wie man ihn sich fieser Weise manchmal vorstellt. Zurückgezogen, Introvertiert und um alle Maßen bemüht an denen Rache zu nehmen (seinen lesern), die sein Buch "seziert" und "ausgeweidet" haben. Dazu kommt noch, dass er einfach keinen Draht mehr zu seinen Figuren findet und somit eine Schreibblockade hat.

Beide zusammen, finden einen Weg zusammenzuarbeiten und zwar in dem sie in eine Welt eintauchen, die teilweise die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwinden lässt. Auch ich war irrtiert und musste manchmal klarkommen und herausfinden, wo ich gerade bin.
Positiver Aspekt für Darkwater: Er kann wieder schreiben, weil Dawn ihn dazu ermuntert und zwar in der Rolle der "Blauen Königin".

Die Frage, warum sie sich in die Rolle begibt, ist für mich auch  nach Beendigung des Buch es nicht ganz nachvollziehbar. Sie findet Erfüllung in der Rolle und kann ein paar ihrer Dämonen hinter sich lassen, aber so ganz zufrieden geben will ich mich damit eigentlich nicht.

Darkwater hingegen kann, ich als Jemand der geegtnlich selbst schreibt, sehr gut verstehen. Er schlüpft in die Rolle seiner Figuren, um sie erleben und lebendig werden lassen zu können. Er ersinnt Handlungen und bringt sich selbst an die Grenzen, um eine möglichst genaue Abbildung zu erschaffen.

Kleiner Hinweis an dieser Stelle. Erotikszenen sind enthalten und wir reden hier nicht unebdingt von der lieben Kuschelsexsorte. Allerdings steht dies nicht im Vordergrund der Stroy, sondern ist eher eine denkbare Randerscheinung.

Fazit
Der Schluss ist grandios, dass Buch war überraschend und es gab so: "Huch, was war das denn jetzt?" Momente, allerdings im positiven Sinne. Es war teilweise so als wäre man ebenfalls in die Rollenspiel hineingeraten. Wer auf der Suche nach einem guten Buch ist und nicht auf ein Genre fixiert sein will, ist mit diesem Buch gut beraten.


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